Reklamemarken in ihrem Ursprung
Bis in die Biedermeierzeit lässt sich die Geschichte der Reklamemarken zurück verfolgen, die in ihrem Ursprung zum Versiegeln von Briefen verwendet wurden und den so genannten Verschlussmarken zuzuordnen sind. Erst im Laufe der Zeit erlangten die Reklamemarken ihre eigentliche Bedeutung und wurden vermehrt für die Werbung eingesetzt. Viele bekannte Künstler wurden mit der Gestaltung der Reklamemarken beauftragt, die die unterschiedlichsten Motive dafür kreierten.
Die Blütezeit dieser Marken lag ungefähr zwischen 1900 und 1915, zu dieser Zeit gab es hierbei mehr Sammler von Reklamemarken als von Briefmarken, auch alte Ansichtskarten waren damals nicht so begehrte Sammlerobjekte. In den Anfängen wurden die Reklamemarken vermehrt als Werbemittel für Ausstellungen eingesetzt. Erst später wurden sie von namhaften Unternehmen für die Werbung für deren Marken und Produkte verwendet, genauso wie die Emailleschilder.
Reklamemarken mit zahlreichen Motiven
Es finden sich vielfältige Motive bei den Reklamemarken und wurden diese von Firmen herausgegeben, so wurde oftmals der Produktname oder die Bezeichnung des Unternehmens mit integriert. Nur selten wurde das eigentliche Produkt abgebildet, sollte es doch einmal mit auf den Marken erscheinen, so befand es sich meistens nur sehr dezent im Hintergrund.
Nur sehr wenig haben die Motive mit dem eigentlichen Produkt zu tun, es wurden hierbei eher schöne Landschaften, Tiere, Stadtwappen oder ähnliches verwendet. Die Reklamemarken sind begehrte Sammlerobjekte und erfreuen sich einer genauso großen Beliebtheit bei den Sammlern, wie alte Postkarten oder Ansichtskarten. Ebenfalls gibt es Reklamemarken mit Plakatabdrucken, die natürlich in einem kleinen Format künstlerisch gestaltet sind.
Das Sammeln der Reklamemarken gilt auch als ein Teilgebiet der Philatelie und viele Liebhaber der Briefmarken und Postkarten können sich genauso hierfür begeistern. In Blöcken wurden meistens die Reklamemarken herausgegeben, die aus mehreren Marken bestanden, jedoch wurde auf den Marken nur sehr selten die Serienbezeichnung aufgedruckt.



